Zusammenhang zwischen Diversity und Innovation

Wie bereits Henry Chesbrough im Jahre 2006 gesagt hat, müssen Unternehmen innovieren um nicht zu sterben «Companies that don’t innovate die». Doch was können Unternehmen wirklich tun um nachhaltig und langfristig innovieren zu können?

Ein grosser Erfolgsfaktor für nachhaltige Innovation sind gemäss Kearney et.al., 2009 die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen einer Unternehmung. Denn die ganze Belegschaft ist letztendlich für die Innovationskraft einer Unternehmung verantwortlich und kann diese langfristig fördern. Dabei ist es aber wichtig zu verstehen, dass nicht das Individuum selbst, sondern die Zusammenarbeit von eng kooperierenden Einheiten zum Erfolg führt. Eine heutige Unternehmung hat also die Herausforderung, Teams zusammenzustellen die funktionieren und auf hohem Niveau konstant performen können. Die Stichworte Diversity und Heterogenität eines Teams sind hierbei der Schlüssel zum Erfolg. Die Unterschiede zwischen den Personen in solchen Teams, das Spektrum an Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die Erfahrungen und die unterschiedlichen Perspektiven steigern die Kreativität und tragen zu innovativeren Ideen und Problemlösungen bei (vgl. van Knipperberg et.al., 2007).

Doch leider ist es einfach mit einer Durchmischung von beispielsweise Chinesen und Schweizern, Frauen und Männer, Alt und Jung nicht getan. Denn eine solche Heterogenität birgt auch negative Effekte. Der Mensch arbeitet nämlich lieber mit anderen Personen zusammen, die ihm selbst ähnlich sind (vgl. Byrne, 1971). Die Ähnlichkeit fördert die zwischenmenschliche Sympathie, die Kommunikation, die Zufriedenheit und schlussendlich auch die Innovationskraft des Teams.

Fazit

Es gilt Diversität ja, aber die Zusammenstellung und die Begleitung des Teams (z.B. während eines Open Ideation Sprints) muss das Potenzial der Mitglieder ausschöpfen können. Während des Innovationsprozesses gilt es die unterschiedlichen Wissensstände und Perspektiven konstruktiv zu verbinden und die Methoden so zu wählen, so dass die Zusammenarbeit und der Austausch auf einer wertschätzenden und gewaltfreien Kommunikation basieren.


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Diversity ist der Unterschied zwischen Individuen und beinhaltet alle Merkmale welche dazu beitragen, andere Personen könnten anders sein als man selbst (vgl. van Knipperberg 2007 / Williams 1998)

  • Demografische Merkmale (z.B. Alter und Geschlecht)
  • Persönliche Merkmale (wie z.B. Einstellungen, Werte und Weltanschauung)
  • Gesellschaftliche Merkmale (wie z.B. Status, Ausbildung und Kultur)

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Literaturverzeichnis

  • Byrne, D. (1997). An overview (and underview) of research and theory within the attraction paradigm. Journal of Social and Personal Relationships; 14(3), 417ff.
  • Kearney, E., Gebert, D., & Voelpel, S. (2009). When And How Diversity Benefits Teams: The Importance Of Team Members‘ Need For Cognition. The Academy of Management Journal; 52(3), 581ff.
  • van Knippenberg, D., & Schippers, M. (2007). Work Group Diversity. Annual Review of Psychology; 58(1), 515ff.
  • Williams, K., & O’Reilly, C. (1998). Demography and Diversity in Organizations: A Review of 40 Years of Research. Research in Organizational Behavior; 20, 77ff.

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